Krieger

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31. Mai 2017, 18:15 Uhr

Wieder mal begegnet ihr ein Krieger,
ein Träumer, ein Zigeuner, ein Poet.
Das kleine Schlupfloch seines Jagdtriebs findet sie sofort,
weil ihren ungrigen Augen nichts entgeht.

Sein Herz das ist ummantelt, mit schwerem, kühlem Stoff,
in den Hüllen sie sich will, und kühlen darin.
Und ohne es zu merken, krallt sie sich an ihm fest
und aus der Frau wird ein hungriges Kind.

Mit der Sehnsucht im Pfeil schießt sie auf ein Herz
und wiedermal sieht sie es nicht,
dass der Pfeil von früher noch vergiftet und
das Herz auf das sie zielt ihr eignes ist.

Der Krieger ist verwirrt, erschaudert und erschrickt,
die Szenerie unangenehm bekannt.
Statt einer Königin hält plötzlich eine Bettlerin ihn fest
und bitt’res Mitleid hat alle Liebeslust verbannt.

Sie merkt nun wie er sich entfernt, verständnisvoll und kalt,
nachts hört man, wie sie weint und flucht.
In dem Meer ihrer Tränen spiegelt sie sich und erkennt,
dass sie immer noch im Mann die Mutter sucht.

Mit der Sehnsucht im Pfeil schießt sie auf ein Herz
und kaum reagiert ein Mann und sagt ja,
wird ihr schwarz vor Augen und sie sieht, dass der Pfeil
vergiftet und das Herz ihr eignes war.

Mit der Sehnsucht im Pfeil schießt sie auf ein Herz
und kaum reagiert ein Mann und sagt ja,
wird ihr schwarz vor Augen und sie sieht, dass der Pfeil
vergiftet und das Herz ihr eignes war.

In die Augen schauen beim Sex,
sonst gibt es sieben Jahre schlechten Wein!
sc fb tw yt tg