Nach Hause

24. Mai 2017, 12:55 Uhr

Mutter, du hast uns aus dem Nest geworfen,
gabst uns Mut und ne Handvoll Glück dazu.
Hast alle Deiner Kinder in der Welt verteilt,
die Zeit sie braucht Euch sagtest Du.

So kämpf’ ich hier und liebe, wie all’ meine Geschwister
und keine Angst, so leicht zerbrech’ ich nicht.
Nur an manchen Tagen zwischen Chipkarten und Lügen
oh Mama, da packt das Heimweh mich.

Dann will ich nach Hause, will nach Hause, will nach Hause,
wo auch immer das ist.

Die Welt braucht uns’re Liebe, ich sehe es ja selbst,
braucht Schutz, braucht Brücken und Gefühl.
Doch Schutz heißt bei uns Stacheldraht und Brücken heißen Schleusen
und wenn wir fühlen, dann mit Sicherheitsventil.

So halt’ ich hier die Stellung zwischen all dem Stacheldraht,
sähe Samen in die Welt für uns’ren Traum.
Nur Mama, jede Kriegerin braucht auch mal eine Pause
und jedes Herz braucht seinen sich’ren Raum.

Dann will ich nach Hause, dann will ich nach Haus.
Dann will ich nach Hause, dann will ich nach Haus.
Dann will ich nach Hause, wo auch immer das ist.

Dann will ich nach Hause, dann will ich nach Haus.
Dann will ich nach Hause, dann will ich nach Haus.
Dann will ich nach Hause, wo auch immer das ist.

Der Tellerrand beginnt
bei meinem Herz.
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